Die Suche nach Troja im 19. Jh.
Im 19. Jh. begann eine neue Phase der Archäologie. Gelehrte und Abenteurer machten sich auf die Suche nach den Orten der antiken Welt, die bis dahin vor allem aus literarischen Quellen bekannt waren. Besonders die Frage, ob die in der Ilias beschriebene Stadt Troja tatsächlich existiert hatte, faszinierte viele Forscher. Einer der bekanntesten unter ihnen war Heinrich Schliemann, der überzeugt war, die Stadt des Trojanischen Krieges finden zu können. Gemeinsam mit seiner Frau Sophia Schliemann begann er in den 1870er-Jahren Ausgrabungen auf dem Hügel von Hisarlık – dem Ort, der heute als das antike Troja gilt.
👉🏻 Informations sur le livre
Titel: Sophia und die Suche nach Troja
Autorin: Susanne Lieder
Erscheinungsjahr: 2025
Epoche: Das Buch spielt im späten 19. Jh., also in der Zeit der frühen wissenschaftlichen Archäologie.

📖 Résumé
Der Roman erzählt die Geschichte aus Sophias Perspektive. Als junge griechische Frau heiratet sie Heinrich Schliemann und wird Teil seiner archäologischen Unternehmungen. Gemeinsam reisen sie nach Kleinasien, wo die Suche nach der legendären Stadt beginnt.
Die Handlung begleitet Sophia von ihrem Leben in Athen bis zu den Ausgrabungen in Troja. Dabei wird deutlich, wie sehr oder auch nicht sie selbst an den Forschungen beteiligt war. Der Roman beschreibt nicht nur die Grabungen und Entdeckungen, sondern auch die Herausforderungen des Lebens auf einer Ausgrabung im 19. Jh. – zwischen wissenschaftlicher Neugier, persönlichem Ehrgeiz und den Schwierigkeiten des Alltags.

đź’¬ Critique
Das Buch hat mir gut gefallen. Er zeigt eine junge Frau, die eine geplante Ehe mit Schliemann eingeht und deren Beziehung sich langsam zu Liebe entwickelt. Trotzdem konnte ich mich mit der Figur Sophia nicht wirklich identifizieren.
Nach dem Tod Schliemanns schrieb sie zwar seine Biographie, wandte sich danach aber vollständig von der Archäologie ab. So groß kann ihre eigene Neugier auf die Vergangenheit also nicht gewesen sein. Gerade diese Perspektive macht das Buch jedoch interessant: Es zeigt eine Persönlichkeit, die ich interessant finde, mit der ich aber nicht wirklich warm werde.

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