Kochen wie im Mittelalter – Gewürze, Schmalz & Tafelfreuden
Pfeffer aus Venedig, Safran aus dem Morgenland, Honig aus dem eigenen Garten – die mittelalterliche Küche war alles andere als eintönig. In diesem Kochkurs tauchen Sie ein in die Welt der Gewürze, Zutaten und Kochtechniken des Mittelalters und bereiten gemeinsam Gerichte zu, die einst auf adeligen Tafeln ebenso wie in bürgerlichen Haushalten serviert wurden.
Praktische Informationen:
📅 Mittwoch, 20. Mai 2026
⏰ 18:00 bis ca. 22:00 Uhr
📍 Kochstudio „die Pause“
🛍️ Bitte bringen Sie kleine Behälter mit, um eventuelle Reste mit nach Hause zu nehmen.
Kochen wie im Mittelalter – Gewürze, Schmalz & Tafelfreuden
Stellen Sie sich vor, Sie stehen in einer mittelalterlichen Küche. Das Feuer knistert, der Duft von Zimt und Ingwer liegt in der Luft, und in einem schweren Eisentopf blubbert eine Suppe, die nach einem Rezept aus dem 14. Jahrhundert zubereitet wird. Die Zutaten klingen vertraut – und doch ist vieles anders als heute. Andere Kombinationen, andere Techniken, eine andere Art, die Welt durch das Essen zu verstehen.
Genau diese Welt öffnet Ihnen dieser Kochkurs.
Eine Küche voller Überraschungen
Das Mittelalter gilt in der Vorstellung vieler als eine düstere, entbehrungsreiche Zeit. Doch wer einen Blick in die Küchen des Mittelalters wirft, findet eine erstaunlich lebendige Esskultur – reich an Aromen, geprägt von weitreichenden Handelswegen und einem tiefen Wissen über die Wirkung von Nahrungsmitteln auf Körper und Geist.
Pfeffer, Safran, Kardamom, Muskat und Ingwer waren keine Seltenheit – sie wurden, wer es sich leisten konnte, großzügig eingesetzt. Händler brachten Gewürze aus dem Orient nach Europa, und wer sie zu verwenden wusste, demonstrierte damit nicht nur Geschmack, sondern auch gesellschaftlichen Rang. Gleichzeitig war die mittelalterliche Küche tief in der Natur verankert: Wildkräuter, Wurzeln, einheimisches Getreide und regionale Produkte bildeten die Grundlage der täglichen Ernährung – für Arm und Reich gleichermaßen, wenngleich auf sehr unterschiedliche Weise.
In diesem Kochkurs lernen Sie beide Seiten dieser Küche kennen: die aufwendige Festtafel des Adels ebenso wie die schlichte, aber keineswegs lieblose Alltagsküche des einfachen Volkes.
Historische Rezepte, neu erlebt
Was auffällt: Mittelalterliche Rezepte sind anders strukturiert als moderne. Mengenangaben fehlen häufig, Garzeiten sind ungenau, und manche Zutaten müssen erst identifiziert und interpretiert werden. Genau das macht die Arbeit mit ihnen so spannend – und so lehrreich. Im Kurs werden die Rezepte gemeinsam erschlossen, in die Praxis übertragen und natürlich gekocht.
Dabei entsteht ein echtes Gespür dafür, wie mittelalterliche Köchinnen und Köche gedacht und gearbeitet haben: intuitiv, erfahrungsbasiert und mit einem Wissen über Zutaten, das uns heute in vielem noch überraschen kann.





