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Vergessene k.u.k. Küche – Kulinarische Spurensuche in der Donaumonarchie

Die Küche der k.u.k. Monarchie war ein Schmelztiegel verschiedenster kulinarischer Traditionen. Von Böhmen über Galizien, von Ungarn bis Dalmatien, von der Bukowina bis Südtirol – die Habsburger Monarchie vereinte Völker, Sprachen und Kulturen, und mit ihnen deren Kochkunst. Diese Veranstaltung begibt sich auf eine historische und genussvolle Entdeckungsreise in jene facettenreiche Welt der vergessenen Gerichte, die einst in Adelshäusern, Bürgerküchen und Gasthäusern aufgetischt wurden.

Denn obwohl die k.u.k. Küche heute vor allem mit bekannten Klassikern wie dem Wiener Schnitzel, der Sachertorte oder den Powidltatschkerln assoziiert wird, war sie weitaus reichhaltiger und regionaler geprägt, als es das moderne Bild vermuten lässt. Viele Rezepte sind über die Jahrzehnte in Vergessenheit geraten – einstige Alltagsgerichte ebenso wie aufwendige Festtagsessen.

In diesem Kurs bringen wir diese kulinarischen Schätze zurück auf den Tisch. Dabei wird nicht nur gekocht, sondern auch erzählt: von der Geschichte hinter den Speisen, den regionalen Eigenheiten und dem kulturellen Erbe, das sich bis heute in diesen Rezepten wiederfindet.

Wir werfen auch einen Blick in die k.u.k. Hofküche – wo Küchenmeister wie Franz Maier, Otto  oder Emil Braunhofer mit raffinierten Menüs den Kaiserhof belieferten. Wie wurde in der Hofburg gespeist? Welche Zutaten galten als besonders erlesen? Und was unterschied die bürgerliche Küche Wiens von jener in Zagreb, Lemberg oder Temeswar?

Gemeinsam rekonstruieren wir vergessene Gerichte nach historischen Quellen, entdecken handschriftliche Rezepte und übersetzen sie in unsere heutige Küchensprache. Es wird gekocht, verkostet, gelacht und gestaunt – über die Vielfalt einer Küche, die trotz politischem Untergang kulinarisch weiterlebt.

Ein Abend für alle, die Geschichte nicht nur lesen, sondern auch schmecken wollen.

Anmeldungen: https://www.vhs.at/de/k/285713453

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