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Warum feiern wir Allerheiligen und Allerseelen? Woher kommen Halloween und die Laternen? Und was haben eine keltische Herbsttradition, mittelalterliches Totengedenken und das Wiener Gansl miteinander zu tun?

Praktische Informationen:

📅 Sontag, 11. Oktober 2026

⏰ 15:00 bis ca. 18:00 Uhr

📍 Morzinplatz Ecke Ruprechtsplatz, 1010 Wien

👣 Dauer: ca. 2,5 Stunden

💰 Kosten: € 38,- pro Person (€ 19,- pro Kind 6-15 Jahre)

👥Teilnehmerzahl: mind. 5 Personen

☀️Die Führung findet bei jedem Wetter statt

Bei dieser besonderen historischen Stadtführung durch die Wiener Innenstadt begeben wir uns auf eine Zeitreise durch mehr als 2.000 Jahre Herbstgeschichte. Wir folgen den Spuren von den keltischen Gesellschaften über das römische Vindobona und das mittelalterliche Wien bis zu den Bräuchen, die wir heute noch kennen.

Von den Kelten und Samhain …

Unsere Reise beginnt bei den Kelten. Der Begriff Samhain ist heute vor allem durch Halloween bekannt. Doch was wissen wir tatsächlich über dieses Fest? Was bedeutete der Übergang vom Sommer- zum Winterhalbjahr für die Menschen der keltischen Welt – und welche Vorstellungen über diese Zeit sind erst in späteren Jahrhunderten entstanden?

Wir werfen einen Blick auf die keltische Welt im Wiener Raum und unterscheiden dabei zwischen archäologisch belegbaren Fakten, historischen Quellen und modernen Vorstellungen über Samhain. Denn die Geschichte ist oft viel spannender als der Mythos.

… über die Römer …

Mit den Römern verändert sich die Welt. Aus der keltisch geprägten Landschaft entsteht Vindobona, eine römische Militär- und Siedlungslandschaft. Auch die religiöse Welt wird vielfältiger: unterschiedliche Götter, Kulte und Vorstellungen vom Tod und vom Leben nach dem Tod treffen aufeinander.

Bei unserem Spaziergang durch die Wiener Innenstadt entdecken wir, was von dieser Zeit unter unseren Füßen erhalten geblieben ist und wie sich Wien im Laufe der Jahrhunderte verändert hat.

… bis zum christlichen Wien

Mit der Christianisierung verändert sich auch der Kalender. Alte Vorstellungen verschwinden nicht einfach, sondern werden teilweise verdrängt, neu interpretiert oder mit neuen Festen verbunden.

Wir beschäftigen uns mit Allerheiligen und Allerseelen, mit Heiligenverehrung, Totengedenken und der mittelalterlichen Vorstellung von Leben und Tod. Warum besuchen wir im November die Gräber unserer Angehörigen? Warum zünden wir Kerzen an? Und wie entwickelte sich das Gedenken an die Verstorbenen?

Dabei schauen wir auch auf die Geschichte Wiens: auf Kirchen, Plätze, ehemalige Friedhöfe, die mittelalterliche Stadt und die Spuren, die verschiedene Epochen im heutigen Stadtbild hinterlassen haben.

Herbst bedeutet auch Vorräte und gutes Essen

Der Herbst war für die Menschen früher nicht nur eine Zeit des Feierns und Gedenkens. Er war vor allem eine Zeit der Ernte und der Vorbereitung auf den Winter.

Was wurde eingelagert? Wie wurden Fleisch, Fisch, Käse, Obst und Gemüse haltbar gemacht? Welche Bedeutung hatten Salz, Getreide, Nüsse, Äpfel, Wein und andere saisonale Lebensmittel?

Natürlich darf bei einer Führung von Archeomuse auch die kulinarische Seite nicht fehlen. An mehreren Stationen gibt es kleine historische Verkostungen, die uns zeigen, wie eng Jahreszeit, Vorratshaltung, Festtage und Ernährung miteinander verbunden waren.

Und dann kommt Halloween …

Heute ist Halloween für viele vor allem ein Fest mit Kürbissen, Verkleidungen, Süßigkeiten und Gruselgeschichten. Doch der Weg dorthin ist wesentlich komplizierter, als es die populäre Erzählung vom „keltischen Halloween“ vermuten lässt.

Wir verfolgen die Entwicklung von europäischen Herbst- und Totengedenkbräuchen über Irland und die Auswanderung nach Nordamerika bis zum modernen Halloween und seiner Rückkehr nach Europa.

Dabei räumen wir auch mit einigen beliebten Halloween-Mythen auf und fragen: Was ist tatsächlich historisch belegt – und was wurde erst in jüngerer Zeit zur Tradition?

Zum Schluss: Martini

Unsere Zeitreise endet nicht bei Halloween, sondern bei Martini. Rund um den 11. November verbinden sich zahlreiche Bräuche mit dem Ende der Erntezeit, dem neuen Wein, dem Beginn der Winterzeit und natürlich der berühmten Martinsgans.

Damit schließt sich der Kreis: Von den Vorstellungen rund um den Beginn des Winterhalbjahres über Ernte und Vorratshaltung, Tod und Erinnerung bis zu den Herbstfesten unserer Gegenwart.

Von Samhain zu Martini ist eine historische Stadtführung für alle, die Wien einmal aus einer anderen Perspektive erleben möchten – mit Archäologie, Geschichte, Brauchtum und kulinarischen Überraschungen.

Keine klassische Halloween-Führung und kein gewöhnlicher Stadtspaziergang, sondern eine Zeitreise durch 2.000 Jahre Herbstbräuche in Wien – mit Fakten, Geschichten und kleinen Verkostungen.

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